Trendsportarten

Neben den bekannten Sportarten etablieren sich immer mehr verschiedene junge sogenannte Trendsportarten. Auch sie haben natürlich Platz in den Vereinen und man kann in Prüfungen und Wettkämpfen starten. Derzeit gehören Team Balance, Rally Obedience und Flyball in diese Gruppe.

TEAM-BALANCE
Diese Sportart wird seit mehr als einem Jahrzehnt von lizenzierten Lind-art® Trainern und -Tutoren gelehrt, seit 2010 im swhv auch von lizenzierten swhv-Team-Balance Trainern. Motivation wird hier nicht nur durch Futter oder Beute erzeugt – eingesetzt wird alles, was motiviert: Haltung und Bewegung, Mimik und Gestik, Berührung, Akustik, Geruch sowie Futter und Beute.

Die Ziele sind 
> freudig arbeitende Hund und verständnisvolle Menschen.
> Hunde, die bis ins hohe Alter den Menschen als liebevoller und problemloser Teampartner begleiten und, wer dies anstrebt, zu hervorragenden sportlichen Leistungen fähig werden. (Lind-art® Trainer und -Sportler stehen auf den Siegerpodesten verschiedener nationaler und Weltmeisterschaften.)
> Balance zu entwickeln zwischen Motivation und Autorität, zwischen Freiraum und Regeln, zwischen Selbstständigkeit und Bindung.

RALLY OBEDIENCE
Diese noch relativ junge Sportart ist für fast jeden Hundehalter geeignet, der nicht nur spazieren gehen möchte und passt auch durch die abwechslungsreiche Vielfalt zu den meisten Hunden. Hier steht der Spaß für Mensch und Hund im Vordergrund. So können selbst Kinder schon spielerisch mit ihrem Hund Unterordnungsübungen probieren. Bei Rally Obedience stehen die perfekte Kommunikation und die partnerschaftliche Zusammenarbeit des Mensch-Hund-Teams im Vordergrund.

Rally Obedience kurz zusammengefasst:
– eine Hundesportart für die ganze Familie.
– Unterordnungsaufgaben an Stationen in einem Parcours.
– die Stationen bestehen aus Schildern mit Übungen.
– intensive Kommunikation mit dem Hund ist erlaubt.
– bewertet werden eine korrekte Ausführung und die Zeit.
– auf dem Hundeplatz, in der Halle oder im eigenen Garten.

FLYBALL
Diese Trendsportart ist ein Mannschaftssport. Eine Flyballmannschaft besteht aus sechs Mensch-Hund-Teams. Verlangt wird eine Kombination aus Apportiergeschick, Springfreude und Geschwindigkeit. Ziel bei von Flyball ist es, dass jeder Hund schnellstmöglich einen Parcours von vier Hürden überwindet, die am Ende des Parcours stehende Flyballbox betätigt, den herausspringenden Ball fängt und mit diesem diese Strecke zurück absolviert. Wenn der erste Hund die Ziellinie überquert hat, darf der zweite Hund seinen Lauf starten usw. Bei Turnieren wird im direkten Vergleich gegen eine gegnerische Mannschaft gelaufen.

Flyball kann von allen gesunden Hunden gespielt werden unabhängig von Rasse oder Größe. Um den unterschiedlichen Größen der Hunde gerecht zu werden, gibt immer der kleinste Hund der Mannschaft die Sprunghöhe vor. Das heißt die Schulterhöhe des kleinsten Hundes abzüglich 2,5 cm ist die Sprunghöhe der Mannschaft. Die Sprunghöhen sind von min. 17,5 cm bis max. 35 cm einstellbar (in 2,5 cm Schritten). Um für die einzelnen Mannschaften gleiche Bedingungen zu schaffen, werden diese in Divisionen eingeteilt. Die Mannschaften melden mit ihren Referenzzeiten (schnellste gemessene Zeit im Training). Anhand dieser Zeiten werden die Divisionen eingeteilt. Dadurch wird sichergestellt, dass immer etwa gleichschnelle Teams gegeneinander antreten und somit auch Jeder die Möglichkeit hat, innerhalb der Division zu gewinnen.

Um die Verletzungsgefahr und die Belastung unserer Hunde zu minimieren, sollte im Training sehr viel Wert auf das Erlernen und Ausführen der sogenannten Schwimmerwende gelegt werden. Das heißt, der Hund springt bereits vor der Box in einer Drehbewegung auf die Box, löst diese dabei aus, nimmt den Ball auf und stößt sich von der Box wieder ab. Das Besondere am Flyball ist, dass es sich hierbei um einen reinen Mannschaftssport handelt, bei dem ein Einzelner, egal ob Hund oder Mensch, nichts erreichen kann.